Chronik
der Freiwilligen Feuerwehr Dhronecken bis 1999
Dhronecken mit seinen 153 Einwohnern ist insbesondere aufgrund seiner historischen Vergangenheit, die für die örtliche politische Entwicklung sehr bedeutsam war, weit über die Grenzen unseres Bezirks hinaus bekannt. So ist es nicht verwunderlich, dass die Frei-willige Feuerwehr Dhronecken auch über Jahr-zehnte das kulturelle Leben in der Ortsge-meinde maßgeblich mitgestaltete.
Die Geschichte der Feuerwehr beginnt Anfang des 19. Jahrhunderts. Zuerst bestand sie nur als eine Zeckorganisation. 1906 musste dann aufgrund der Feuerpolizeiverordnung für die Rheinprovinz eine Pflichtfeuerwehr einge-richtet werden.
Die Gemeinde kaufte eine neue fahrbare Feuerspritze mit Zubehör, Löscheimern, Feuer-leitern und Bandhacken. Die Feuerlöschgeräte wurden erst privat, dann im Gemeinde-hirtenhaus untergebracht.
Der Ursprung der Freiwilligen Feuerwehr, wie sie in der heutigen Form besteht, ist auf das Jahr 1934 zurückzuführen. 1934 wurden mehrere Feuerwehren gegründet, und die Feuerwehr Dhronecken bildete gemeinsam mit den Feuerwehren Lückenburg und Burtscheid einen ersten Halbzug.
Die Landesregierung Rheinland-Pfalz (Landes-brandschutzamt in Koblenz) hatte mit Erlass vom 12.1.0.1950 die Sollstärke der Feuer-wehren des Kreises Bernkastel-Wittlich um 500 Mann erhöht. Nach Benehmen mit dem Kreisbrandmeister wurde die Sollstärke der Feuerwehr für die Gemeinde Dhronecken auf 15 Mann festgesetzt. Die tatsächliche Stärke betrug jedoch nur neun Mann.
Einer der ersten Wehrführer, der namentlich genannt wurde, war Karl Helm. Er trat 1928, laut einer Personalübersicht vom 19.08.1957, in die Feuerwehr Dhronecken ein. Zu diesem Zeitpunkt bestand die Freiwillige Feuerwehr au 15 Mann und verfügt über 80 Meter C-Schlauch.
In den folgenden Jahren wurde die Freiwillige |
|
Feuerwehr Dhronecken von folgenden Wehr- führern geleitet:
Heinz Fetzer 1960 - 1965
Julius Neu 1965 - 1968
Helmut Fuchs 1968 - 1970
Gerd Eilmeß 1970 - 1977
Gerhard Sommerfeld 1977 - 1980
Detlef Jochem 1980 - heute
1960 existierte als einziger organisierter Zusammenschluss nur noch die Freiwillige Feuerwehr in der Ortsgemeinde Dhronecken. Ab dieser Zeit kam der Feuerwehr auch für die Gestaltung des kulturellen Lebens eine größere Bedeutung zu. So wurden von der Feuerwehr jährlich zahlreiche Veranstaltungen geplant und durchgeführt.
Besonders zu erwähnen ist die Ausrichtung der 14. Gruppenkämpfe der Verbandgemeinde Thalfang im September 1982. Die Wettkämpfe wurden in diesem Jahr erstmals nach den neuen einheitlichen Richtlinien des Land-kreises Bernkastel-Wittlich durchgeführt. Die Freiwillige Feuerwehr Dhronecken belegte als Gastgeber der Wettkämpfe den 7. Platz.

In der Zeit von 1977 bis 1997 nahm die Freiwillige Feuerwehr Dhronecken insgesamt 12 mal an den Gruppenwettkämpfen teil. Am erfolgreichsten war man 1977 und 1978, als man den 1. Platz und 1979 den 2. Platz, in der TS-4-Gruppe belegte.
Die Ausstattung an Geräten war in den Anfangsjahren sehr spärlich. Erst im Jahr 1963 konnte für die Freiwillige Feuerwehr eine TS 4 angeschafft werden. Zu diesem Zeitpunkt ver-fügte die Feuerwehr über 20 m B- und 100 m C- Schlauch.
Für die Unterbringung der Geräte baute die Ortsgemeinde Dhronecken 1956 ein Wiege-haus mit Feuerwehrraum. Die Baumaßnahme wurde in Eigenleistung durchgeführt.
Seit dem Aufgabenübergang am 1.1.1975 ist der Bandschutz in die Trägerschaft der Verbandsgemeinde Thalfang übergegangen, die nun die technische Ausrüstung stellte. |